La Cage aux Folles

Wenn ein Travestie-Star auf die bürgerliche Welt trifft, geht es drunter und drüber. Mitreißender Musicalklassiker mit viel Humor, glitzernden Shownummern und echten Gefühlen. Weiter lesen ...

Nach uns die Sintflut

Mord auf offener Bühne: In dieser herrlich-schrägen Krimikomödie muss der Kommissar ganz neue Talente entwickeln, um die Theaterleute zu knacken. Weiter lesen ...

Des Kaisers neue Kleider

Das wunderbare Märchen mit einem ganz neuen Dreh. Ein spannendes und bewegendes Musical für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Weiter lesen ...

Gastspiele / Sonderveranstaltungen 2019 ... und mehr

Musical Night 2019

Die beliebte Musical-Night mit Highlights aus vielen bekannten Musicals gastiert bei uns am Freitag, 5. Juli 2019, 20 Uhr. Karten für diesen Abend gibt es ausschließlich an den Vorverkaufssstellen. Der Vorverkauf beginnt am 1. Dezember 2018.

Tag der Freilichtbühnen 2019

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen! Voraussichtlich am 2. Juni 2019, 10 bis 13 Uhr, bieten wir ihnen Backstage-Führungen, Pyro-Shows, Rundgänge durch den Kostümfundus und vieles mehr. Auch spannend für Kinder. Der Eintritt ist frei!

Werden Sie Stuhlpate

Seit vielen Jahren saßen Sie bei uns auf rustikalen Holzbänken mit wenig Sitzkomfort. Wir freuen uns, dass Sie bei uns zukünftig nicht nur gut hören und sehen, sondern auch bequem sitzen können. Mehr erfahren ...

Autor Matthias Hahn: "Beim Schwarzen Abt ist niemand, was er vorgibt"



Gleich fünf Edgar-Wallace-Krimis hat der Würzburger Autor Matthias Hahn für die Bühne bearbeitet, darunter auch "Der schwarze Abt". Die Version, die in Barsinghausen zu sehen ist, entstand 2011 für den Krimikeller in Rothenfels und wurde zuletzt auch von der Leine-Bühne Hemmingen gespielt. Wir sprachen mit ihm über Edgar Wallace, die Unterschiede zwischen Film und Theater und den Reiz der Dunkelheit. 

Matthias Hahn, was begeistert Sie an Edgar Wallace?

Mich haben eigentlich mehr die Sechziger-Jahre-Verfilmungen begeistert. Als Kind habe ich mich gegruselt, jetzt mag ich den trashigen Humor und vor allem die Tatsache, dass sie sich selbst nicht ganz ernst nehmen. Überzogene Stories, viele Wendungen und überraschende Auflösungen, das finde ich spannend. Auch unter den Romanen gibt es sehr unterhaltsame, mit herrlich-spritzigen Dialogen, aber auch welche, die Wallace sehr schnell geschrieben hat. Er war chronisch verschuldet und brauchte immer dringend Geld, das er sich mit dem Schreiben verdient hat. 

Im Vergleich zur (sehr unübersichtlichen) Filmhandlung sind bei Ihnen einige Personen und deren Konstellation anders, auch das Ende der Geschichte.

Die Romane von Edgar Wallace sind aufgrund ihrer kurzen Szenen und wechselnden Schauplätze ideale Filmvorlagen, aber eine Dramatisierung für das Theater gestaltet sich aus genau diesen Gründen recht schwierig. Entweder man verzichtet auf ein ausgestaltetes Bühnenbild und deutet die Szenenwechsel nur an, auf Kosten der Schauwerte, oder das Publikum muss mit vielen Umbaupausen leben. Um dies zu vermeiden, habe ich die Handlung auf zwei Orte reduziert (der Schlossgarten und das unterirdische Labyrinth unter der Abtei, wobei die Handlung dann doch in verschiedenen Ecken dieses Irrgartens spielt). 

Die zweite Notwendigkeit ist die Reduktion der Figuren. Im Roman spielen wesentlich mehr Figuren mit, da habe ich Charaktere zusammengefasst. Zum Beispiel ist Mary Wenner im Roman eine vorlaute Sekretärin, der sich Edgar Wallace dann auch bald entledigt hat. Bei mir muss sie auch die Aufgaben anderer Figuren übernehmen. Da passiert es dann beim Schreiben, dass sich die Charaktere selbstständig machen, dass sie die Geschichte in eine andere Richtung treiben, dass sie für ein etwas anderes Ende sorgen. Aber solange sich diese neuen Entwicklungen so wunderbar in die Handlung einfügen wie beim "Schwarzen Abt", habe ich da überhaupt nichts dagegen. Interessanterweise weichen sowohl Film als auch mein Stück gleichermaßen von der Romanvorlage ab, wenn auch in völlig verschiedene Richtungen.

Was war Ihnen wichtig?

Wichtig war mir vor allem, die spannenden und gruseligen Szenen mit teils schwarzem Humor aufzulockern. Darin sind sich Film und Stück wiederum sehr ähnlich.

Gibt es eine Figur, die Sie beim Schreiben besonders fasziniert hat?

Ich finde alle Figuren sehr interessant, es gibt keine Lieblingsfigur für mich. Ich liebe sie alle, den zockenden Anwalt (in dem sich Wallace selbst verewigt hat) ebenso wie das fröhliche Dienstmädchen oder die raffinierte Miss Gilder. Alle haben etwas zu verbergen, niemand ist der, den er zu Beginn des Stückes zu sein vorgibt, beziehungsweise zu sein glaubt. Die einzige Ausnahme: Der ruppig-trottelige Inspektor Bliss, der eigentlich aus dem "Hexer" stammt, den ich aber so faszinierend fand, dass er nun alle fünf Fälle aus meiner Bearbeitungs-Feder lösen (oder auch mal vermasseln) darf. 

 In Barsinghausen läuft das Stück an lauen Sommerabenden auf einer Waldbühne, es gibt sogar eine Nachtvorstellung um 22 Uhr. Passt das zur Atmosphäre der Vorlage?

Das finde ich gut, denn der letzte Akt spielt in den Gängen unter der Abtei, da sorgt Dunkelheit für eine richtig gruselig-romantische Stimmung. Und aus genau diesem Grund sollten Familien mit Kindern vielleicht doch eher in eine Nachmittagsvorstellung gehen.

 17.05.2018