Pension Schöller - Inhalt

Pension Schöller (2015)

Posse in drei Aufzügen von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs. In einer Einrichtung von Horst Willems. Regie: Renate Rochell.



Inhalt

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen... Philip Klapproth, wohlhabender Pensionär aus der Provinz, würde in der Metropole Berlin allzu gerne mal etwas richtig "Durchgeknalltes" erleben. Allein schon deshalb, um seine angeberischen  Stammtischkumpanen mit einem ungewöhnlichen Erlebnis zu übertrumpfen. Er verspricht seinem Neffen Alfred eine finanzielle Unterstützung für sein neues Geschäftsmodell, wenn er ihm dafür Zutritt in eine "Klapsmühle" verschafft. Da trifft es sich gut, dass in der Pension Schöller am Abend eine Soiree stattfinden soll. Alfred hat eine Idee: Er "verkauft" seinem Onkel nun die Pension Schöller als brandneues Konzept einer "offenen Anstalt", in der sogar gesellige Abende über die Bühne gehen. Die skurrilen Gäste sind mitnichten Psychiatrie-Insassen, pflegen aber ihre exzentrischen Tricks derartig, dass Klapproth sie tatsächlich allesamt für irre hält. Da ist der Major a.D. mit seinem militärischen Gehabe, Eugen, der angehende Schauspieler mit Sprachfehler, Josephine, die Herz-Schmerz-Romane schreibt, Bernhard der Weltenbummler und die aufdringliche Amalie, die ihre Tochter Friederike unter die Haube bringen will. Aus "normalen" Gästen entsteht für Klapproht ein zunehmend beängstigendes Panoptikum. Mit dem Gefühl, richtig etwas erlebt zu haben, fährt er wieder in seine ländliche Idylle zurück. Unerwartet mischen die vermeintlichen Geisteskranken seinen Alltag noch einmal kräftig auf und der Wahnsinn hält Einzug in seinem Wohnzimmer. Wie normal und wer verrückt ist, erscheint in dieser 1890 äußerst humorvoll geschriebenen Komödie lediglich eine Frage der Perspektive.