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Das Regieteam: Christian und Julia Gundlach und die Regieassistenten Mara und Timo Karasch (v.l)

Christian Gundlach ist Musical-Autor, Komponist und Übersetzer, war Leiter der Musicalsparte am Theater für Niedersachsen. Im Juli kommt seine Musical-Version von „Der bewegte Mann“ am Hamburger Thalia-Theater heraus. „Grimm und weg“ ist nach „Peter Pan“ Gundlachs zweites Familienstück, das seine Uraufführung in Barsinghausen erlebt, bevor es von anderen Theatern im deutschsprachigen Raum nachgespielt wird. Regie führt seine Frau, die Schauspielerin Julia Gundlach.

 

Christian, ebenso wie bei „Peter Pan“ geht es in „Grimm und weg“ darum, sich die Fantasie zu bewahren. Warum ist Dir das Thema so wichtig?

Das Leben ist kompliziert. Als Eltern fragen wir uns: Wie können wir unsere Kinder darauf vorbereiten? Märchen und Sagen helfen, Dinge einzuordnen und zu verstehen, den Mut nicht zu verlieren. In beiden Stücken geht es nicht darum, dass man nie erwachsen werden soll. Es geht darum, sich die Geschichten seiner Kindheit zu bewahren.

 

Märchen können grausam sein, und gerade kleinere Kinder sind oft ängstlich. Wie böse sind denn die Bösen in „Grimm und weg“?

Gerade für ängstliche Kinder sind Märchen wichtig. Im Märchen gewinnt immer das Gute. Das ist die Botschaft, die Kinder gut schlafen lässt. Und bei uns zeigen und verstehen auch die Bösen am Ende: Solange es Märchen gibt, gibt es Hoffnung. Das Stück ist Familienunterhaltung. Es gibt eine Wahrnehmungsebene, mit der auch Drei- und Vierjährige schon etwas anfangen können. Jugendliche werden in dem Stück andere Dinge sehen. Und es gibt eine Botschaft, die auch für Erwachsene bezaubernd sein kann.

 

Welches ist für Dich der schönste Moment im Stück?

Die Kinder auf der Bühne finden Märchen anfangs blöd. Wenn sie am Ende sagen: „Erzähl mir eine Geschichte. Es geht nicht darum, ob sie wahr ist – sondern darum, dass sie mir Kraft gibt.“ Das berührt mich immer wieder.

 

In jeder Vorstellung stehen 60 Menschen auf der Bühne.

Die Kleinsten spielen Zwerge und Geißlein, aber abgesehen davon hat jeder Einzelne eine klare Rolle mit einer eigenen Entwicklung. Bei uns werden die Kinder nicht einfach als Gruppe über die Bühne geführt, sondern tragen die Geschichte. Wir haben Sprech- und Singrollen in allen Altersgruppen. Normalerweise muss man bei einem Stück etwas zehn Rollen führen, hier sind es 54. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Julia und ich haben manchmal bis morgens um 5 über Figuren und Entwicklungslinien diskutiert. Das ist unser Nibelungenring. (lacht)

 

Normalerweise schreibst Du für Profibühnen. Warum lässt Du jetzt schon zum zweiten Mal die Deister-Freilicht-Bühne ein Stück uraufführen und die CD einsingen?

Das ist für mich eine absolute Herzenssache. Die Welt wird globaler und unübersichtlicher. Da ist Theater das große, generationenübergreifende Verständigungsprojekt. Dass 12- und 60-Jährige gemeinsam und gleichberechtigt etwas erarbeiten, das gibt nirgends so wie an den Freilichtbühnen. Da bekomme ich immer wieder eine Gänsehaut. Für mich sind die Freilichtbühnen die unterschätzteste Kulturform in Deutschland.

22.06.17

 

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